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Dumm gelaufen: Missgeschick beim Angeln in Radolfzell endet im MRT

Ich gebe es offen zu, ganz so dramatisch wie auf dem Artikelbild hat es sich nicht zugetragen. Dennoch hat es sich am letzten Angeltag beim Angeln in Radolfzell tatsächlich so zugetragen.

Stell dir folgendes Szenario vor: Du sitzt gemütlich in deinem Angelstuhl an der Radolfzeller Mole. Dein Stuhl steht unmittelbar neben einem kniehohen Stein. Nichtsahnend hörst du von nebenan plötzlich den Ruf: „Fisch, Fisch, Fisch!“ – und schon steckst du mitten im Geschehen, weil deine Frau in einem heftigen Drill ist.

Natürlich willst du sofort mit dem Kescher zur Hilfe eilen, denn im Teamwork landet sich der Fisch einfach leichter. Das Problem dabei: Wenn die Hektik überhandnimmt, läuft es manchmal eben gewaltig schief. Du springst aus dem Stuhl auf, bleibst mit dem Fuß am Stein hängen, machst einen feinen Abflug und krachst ungebremst mit vollem Körpergewicht auf die linke Schulter im Kies. Ganz besonders die Sehnen freuen sich über so einen Aufprall.

Die Devise im ersten Moment: Kurz fluchen, Zähne zusammenbeißen, den Schmerz ausblenden und den Fisch sicher keschern. Danach wird natürlich noch knallhart vier Stunden weitergeangelt – nur um am Abend festzustellen, dass der direkte Weg ins Krankenhaus vielleicht doch die klügere Alternative gewesen wäre.

Das Resultat der Aktion geht leider weit über eine einfache Prellung hinaus: Der arm lässt sich kaum noch anheben, und im Raum steht mittlerweile der begründete Verdacht auf eine Rotatorenmanschettenruptur – konkret ein Riss der Supraspinatussehne. Ein anstehendes MRT muss nun die Gewissheit bringen, ob das Ganze operiert werden muss.

Für mich heißt das erst einmal: Zwangspause an der Rute, Physio und Geduld. An Auswerfen oder Drillen ist vorerst nicht zu denken. Ich nehme es trotzdem mit Humor: Ändern lässt es sich jetzt ohnehin nicht mehr – und bis ich Opa bin, ist es längst wieder vergessen. In diesem Sinne: Stay tuned!

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